Mit der zunehmenden Installation von Wind- und Solaranlagen wird es an wettergünstigen Tagen zunehmend Gebiete mit Ökostrom-Überschüssen geben. Dem gegenüber stehen Abend- und Nachtstunden oder Herbst- und Wintermonate, in denen ein hoher Strombedarf nicht mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden können. 

 

Wir brauchen also Kurzzeit- und Langzeitspeicher, die die erzeugte Energie zeitlich verschieben. Zu den bekanntesten Langzeitspeichern gehören Wasserkraft und Geothermie. Doch bringen diese nur einen kleinen Anteil der benötigten Leistung. Daher braucht es weitere Technologien, die gerade in den Markt eingeführt werden. Dazu zählen Power to Methan (Gas) und Power to Methanol (Liquid). Beide Verfahren erzeugen aus Wasser und dem der Luft entzogenen CO2 ein energiehaltiges Speichermedium.

Aufladbare Batterien könnten grundsätzlich auch die Aufgaben von Langzeitspeichern übernehmen. Allerdings nehmen sie fast das tausendfache Volumen in Anspruch. Daher kommen sie bevorzugt als Kurzzeitspeicher zum Einsatz.

Übrigens: die viel diskutierten Stromleitungen leisten nur eine örtliche Verschiebung und erfüllen somit nicht den Zweck eines Energie-Speicherns.

Experten zum Thema

TH Köln

Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt

seit September 2011 an TH Köln, Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik, Institut für Elektrische Energietechnik (IET) und Mitglied des CIRE - Cologne Institute for Renewable Energy.

eberhard.waffenschmidt@th-koeln.de

ISEA

Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer

Professor für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersytemtechnik Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) & Institute for Power Generation and Storage Systems (PGS) @ E.ON ERC RWTH Aachen

dirkuwe.sauer@isea.rwth-aachen.de